Nach Verden

Das Wetter ist gut. Wir radeln schöne Wege meist ein wenig abseits der Weser. Die haben mit hohen Hecken beinahe englisches Flair.

Wieder einmal queren wir die Weser mit einer Gierseilfähre.

Wenig später machen wir unweit dieses Kunstwerks eine kurze Rast. Die große Rast folgt in Hoya. Rote Beete Carpaccio mit Rucola und karamellisierten Ziegenkäse, lecker.

Da heute Sonntag ist, besuchen wir nicht Hermann Hartje in Hoya.

Nun ist es nicht mehr weit. Zügig nähern wir uns unserem Ziel.

Ein perfekter Radeltag geht zu Ende. Es war sonnig und warm und der Wind kam tendenziell schräg von hinten.

Nienburg

Frühstück in Minden und Aufbruch. Schnell sind wir an der Kreuzung von Weser und Mittellandkanal.

Der Mittellandkanal wird über eine Brücke über die Weser geführt.

Das Wetter ist erst schön, dann trübt es sich ein. Wir radeln weiter Richtung Stolzenau. Nach der Eintrübung wird da Wetter wieder schön. Der Versuch in Stolzenau eine Rast zu machen ist von schlechter Kommunikation und einem Eklat geprägt. Als wir unser Plätzchen gefunden haben, schweigen wir uns meistens an. Dann geht’s weiter. Da ich die Aufstellung für mein Tippspiel kontrollieren muss, machen wir in Estorf bald die nächste Rast. Das Hof-Café-Storchennest ist ein Tipp. Tolles Ambiente und Tolle Getränke In Nienburg sind wir in der Pension St. Martin untergekommen. Es ist gemütlich und der Name gefällt mir.

Nach Minden – Kraftmaschinen

Der Tag beginnt mit einem guten Frühstück. Wieder muss die Köchin gelobt werden: Das Frühstücksei ist perfekt.

Es ist trübe und wir besichtigen Rinteln auf dem Sattel. Es wird immer heller und wärmer. Der Weg verläuft nun seltener direkt an der Weser.

Neue Fragen tauchen auf: was ist ein Gemeinschaftskraftwerk? Wir passieren Vlotho und queren die Weser auf einer Autobahnbrücke.

Kurze Zeit später gibt’s Kaffee und Eierlikör-Torte. Die Gaststätte bewirtet auch eine Beerdigungsgesellschaft.

Wir lassen uns Zeit, dann kommt das Schlussstück nach Minden. Höhepunkt ist das Passieren der Porta Westfalica. In Minden besichtigen wir eine Schiffmühle. Schiffe wurden in der Flussmitte der Weser festgemacht. Diese nutzen die Fließgeschwindigkeit um darauf befindliche Kraftmaschinen anzutreiben. Nachgewiesen ab 1200.

Minden hat zudem eine interessante und hübsche Altstadt und mindestens einen guten Italiener.

Lärm und Bratkartoffeln

Der Frühstücksraum unseres Hotels in Bodenwerder ist von einer Gruppe Holländern besetzt. Bei denen geht es lebhaft zu. Das fordert einige Gruppen von Senioren-Radlern heraus. Kann Grau Oranje übertönen? Wie verabredet verlassen mehrere Gruppen zeitgleich den Raum und es ist still.

Auf geht’s in die Nähe von Rinteln. Das Wetter ist sonnig aber diesig und warm. Unterwegs begegnen uns Gruppen mit Bollerwagen und Bier, die uns an ihrer Musik teilhaben lassen. Es ist Vatertag.

In Hameln machen wir einen Abstecher in die Altstadt. Die Sonne ist mehr und mehr den Wolken gewichen

Im Museumscafé gibt’s Kaffee und Kuchen von feinsten.

Weiter geht’s. Die Landschaft ist weiter geworden und leider haben wir immer mehr Gegenwind. Nach einer weiteren Fährfahrt erreichen wir schließlich unser Ziel, den Gasthof Knickkrug.

Der sieht erst mal nicht einladend aus. Mein Zimmer ist ein Dorado für Arachnologen. Nach Rücksprache mit den Eltern, beschließe ich, den Wirten die Gelegenheit zur Nachbesserung zu geben. Die Spinnen werden entfernt.

Der Gasthof Knickkrug bietet uns zwei Abendessen an. Ich entscheide mich für hausgemachte Sülze mit Remouladensalat und Bratkartoffeln.

Die Sülze ist sehr gut. Der Remouladensalat im Prinzip eine Remouladensauce ohne Majonäse und ebenfalls sehr gut. Die Bratkartoffeln sind perfekt. Knusprig, gut gewürzt, einfach toll.

Weser-Radweg Cruisen nach Bodenwerder

Dieser Tag beginnt profan im Frühstücksraum. Alsbald geht es los. Wir rollen locker zum Weser-Radweg. Das Wetter ist prächtig. Auf dem Fluß sehen wir eine große Gruppe Kajakfahrer. Schon nach wenigen Kilometern müssen wir auf die andere Seite. Wir nehmen eine kleine Gierseil-Fähre zum übersetzen.

Weiter geht’s. Die Sonne scheint, der Wind drückt von hinten und schon bald überholen wir eine Gruppe E-Bike-Senioren.

Der Weg verläuft immer relativ dicht am Fluss. Wir passieren viele malerische Orte. Am Kloster Corvey machen wir halt. Eine komplette Besichtigung kommt nicht in Frage, der Plan sieht für heute 67 Km vor. Die Besichtigung der Kirche ist auch interessant. Das Kirchenschiff ist Barock gestaltet, im Turm sind noch karolingische Teile erhalten. Besonders interessant: Teile von Fresken mit eindeutig antik inspirierten Motiven.

Nach der Besichtigung geht es schlicht und einfach nach Holzminden. Zeit für eine Mittagspause. Ein Mann aus Brandenburg von Havel erklärt uns einiges. Es ist skurril.

Die Wettervorhersage behält recht, es wird wolkiger und man denkt, da braut sich was zusammen. Also fahren wir zügig nach Bodenwerder.

Fazit: „Weser pur“. 70 Km dicht am Fluss. Bis auf 3 bis 4 Regentröpfchen hat das Wetter gehalten.

Weser-Radweg nach Bad-Karlshafen

Der Tag beginnt mit einem Kirchgang. Ja richtig gelesen. Das Hotel Aegidienhof serviert das Frühstück in einer ehemaligen Kirche. Das Frühstück ist gut und ich habe Kirchbänke durchaus härter in Erinnerung.

Der Tag ist strahlend schön und bald nach dem Frühstück geht es los. Wir radeln noch einmal durch die hübsche Altstadt von Hannoversch Münden. Bald geht es am Weserstein vorbei, wo Werra sich und Fulda küssen. Nach wenigen Kilometern an Hauptstraßen geht es nun auf Nebenstrecken durch eine Bilderbuchlandschaft.

Fähre Oedelsheim

Wir machen eine erste Rast und stellen fest: Die grauen E-Bike-Horden sind losgelassen. Man kann den Eindruck bekommen, die Generation 70plus macht an schönen Tagen nichts anderes mehr.

Der Weser-Radweg geht durch eine Mittelgebirgslandschaft. Und deshalb ist der Weg nicht immer unten.

Steigungen

Bei dieser Steigung ist oben ausgewiesen, was zu leisten ist. Schlimm: Meine Eltern folgen der Aufforderung „Schritttempo fahren“ nicht, die schieben. Ausgepumpt machen wir oben eine kurze Rast und schnacken mit andere Radlern. Dann rollen wir gemütlich nach Bad-Karlshafen.