Meine Ankunft in Inverness gestaltet sich ungemütlich. Erst geht ein Regenschauer nieder, dann spukt eine Schule, kurz bevor ich an ihr vorbei muss, 500 Schüler aus, und dann geht’s im Feierabendverkehr über eine Hauptverkehrsstraße. Eines muss man der Autofahrernation Großbritannien lassen, die stehen diszipliniert ist Stau.
Irgendwann habe ich das alles hinter mir und es geht einen unglaublich steilen Weg nach unten. Verheißungsvoll tönt ein Saxophon in der Ferne. Als ich auf die Fußgängerzone von Inverness gelange, reißt die Sonne auf, ein Straßenmusikant spielt und von der Seite höre ich „Nein Inge, das kann ich nicht fotografieren, bei dem Licht.“ Die Stadt ist voller Touristen, und ein nicht unbeträchtlicher Teil davon sind nicht mehr ganz junge Deutsche in Outdoorkleidung. Hier kann ich mich unauffällig bewegen. Natürlich sehe ich als nächstes Asiaten mit Kamera und Rollkoffer, aber ohne Selfie-Stick. Das ganze hat Atmosphäre.

Die Sehenswürdigkeiten sind auf ein überschaubares Areal begrenzt. Herausragend ist für mich der viktorianische Markt. Der ist überdacht und neben echtenTraditionsgeschäften gibt es ein paar echt obskure Buden, einschließlich Wahrsager. Auch das Museum ist ganz interessant. Um 18:00 Uhr machen die Geschäfte zu, aber die Gastronomie der Stadt ist vielfältig und das Leben geht weiter.

