De Panne und Dünkirchen

berüßen mich mit Regen und Gegenwind.

Richtig ungemütlich ist es hier. Wind und Regen von vorne. Bei der Planung dachte ich, nach zwölfeinhalb Stunden Zugfahrt ist Bewegung ganz angenehm. Nach einer Weile ist der Frontverlauf klar erkennbar. Ich radle drauf zu. Ankunft im Hotel bei klarem Himmel.

Belgien ist anders 

Die Fahrradmitnahme ist in der belgischen Bahn unkompliziert. Auf meine Reise hatte ein Zug ein Fahrradabteil, oder soll man sagen eine Kammer für alles mögliche. In den ICs gibt es keine Fahrradabteile, die Fahrräder werden in die großezügig bemessen Eingangsbereich gestellt.

Das ist eben unkompliziert aber manchmal auch etwas chaotisch. Im letzten Zug war es zu Beginn recht beengt, die anderen Passagiere mussten sich an mir und dem Rad vorbeiquetschen. Als der Schaffner kam war ich gespannt, in deutschen Zügen wird da schon mal zurecht gewiesen und im schlimmsten Fall rausgeschmissen. Der belgische Schaffner wollte nur wissen, ob ich dafür eine Fahrradkarte habe.

Auch einen anderen Typen gibt es naturgemäß in Belgien nicht. Den Fahrradabteil-Blockwart. Er achtet peinlich genau darauf, das jedes Fahrrad an der reservierten Stelle steht und prakmatische Lösungen (ich steige erst Enstation aus …) nicht zustande kommen. Bei der Fahndung nach Falschparkern gehen diese robusten Leute sehr weit.

Es geht los – München- Dünkirchen

Als gestern die Vorbereitungen abgeschlossen waren, machten sich Müdigkeit und eine gewisse Angespanntheit breit.

So sitze ich nun ausgeruht im Zug. Die Reise beginnt gut: Das Fahrradabteil ist ganz vorne. 

Auf die Bahn ist Verlass: der Zug muss wegen eines Defects anders rum fahren. Mein schöner Puffer ist dahin. Wenn es bei den angekündigten 25  Minuten bleibt, bekomme ich noch einen anderen Zug nach Aachen und die geplante Verbindung in Belgien.

Bei der Bahn zu arbeiten kann keinen Spaß machen. Ständig müssen die sich für irgendwas entschuldigen.